Europäische Mobilitätswoche in Ronnenberg

Unter dem Motto „Ronnenberg bewegt sich! Gemeinsam, sozial, klimafreundlich“ fanden am 18. und 19. September 2020 verschiedene Aktionen für Jung und Alt rund um das Thema Mobilität in Ronnenberg statt. Mit vielen anderen Städten und Gemeinden in ganz Europa war damit auch Ronnenberg an der Europäischen Mobilitätswoche vom 16.-22. September beteiligt.

Foto: Franziska Kesper

Den Beginn machten die Garten-Aktiv-Aktionen des Familienzentrums in Empelde mit einem Glücksrad, einer Hüpfburg, einer Fotoaktion und einer Kreidemalaktion durch Social2Mobility. Die vielen begeisterten Kinder und zufriedenen Eltern sprechen für sich. Mit Eltern konnten wir über die Haushaltsbefragung ins Gespräch kommen.
Die Kreidemalaktion wurde als „Auf bunten Pfaden durch die Stadt“ am nächsten Tag im Seegrasweg in Zusammenarbeit mit der Flüchtlingssozialarbeit fortgesetzt. Die Spielstraße hat durch die Verschönerungsaktionen einen bunten Anstrich bekommen. So konnte auf die besondere Bedeutung von Spielstraßen für Kinder hingewiesen werden.

Foto: Jonas Gonell

Am Samstag fand ein Rollatortraining mit dem Seniorenbeirat der Stadt Ronnenberg statt. Nicht nur Senior*innen konnten sich hier über die richtige Einstellung von Rollatoren informieren. Das Überwinden von Bordsteinkanten und Treppen konnte unter professioneller Anleitung selbst ausprobiert werden. Unter dem Motto „Was bewegt Empelde?“ wurde am Quartierstreff in Empelde rund um das Thema „Mobilität für alle“ diskutiert. Fast drei Stunden lang wurde bei Kaffee und gutem Wetter über Mobilität, Verkehr und soziale Teilhabe diskutiert. Themen waren unter anderen wie Menschen auf kulturelle und soziale Veranstaltungen in Ronnenberg aufmerksam werden und auch den Weg dorthin finden, was Mobilitätshindernisse für den Alltag bedeuten und vor welchen Herausforderungen Senior*innen bei Busfahrplänen stehen.

Die Europäische Mobilitätswoche findet seit 2002 jährlich mit wechselnden Schwerpunkten statt. Neben Ronnenberg haben in der Region Hannover Veranstaltungen in Sehnde, Neustadt, Springe, Ricklingen und der Stadt Hannover, unterstützt durch das Mobilnetzwerk, stattgefunden. Mehr Infos zur Europäischen Mobilitätswoche gibt es hier.

Mobil sein und teilhaben

Wer mobil ist, kann leichter am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Einkaufen, Arbeiten, Freizeit, politische Beteiligung und der Kontakt zu Freunden und Familie hängen davon ab, wie gut wir uns zu Fuß, mit dem Rad, Bus und Bahn oder dem Auto bewegen können. Aber auch davon, welche Angebote wir überhaupt kennen und nutzen können. Doch was hält Menschen davon ab, mobil zu sein? Aus welchen Gründen? Und wer ist dadurch gesellschaftlich ausgeschlossen?

Diesen Fragen wird im Projekt „Social2Mobility“ nachgegangen. Am Projekt beteiligt sind die Universitäten Kassel und Frankfurt am Main, die Region Hannover sowie das WVI in Braunschweig. Die Stadt Ronnenberg ist zugleich Partnerkommune und Untersuchungsgebiet. Dabei wird eng mit Bürger*innen, Verbänden, Vereinen und sozialen Einrichtungen zusammengearbeitet. Schließlich geht es nicht nur um wissenschaftliche Erkenntnisse: Es sollen konkrete Ideen entwickelt und ausprobiert werden, die auch langfristig in Ronnenberg umgesetzt werden können.


Im Zuge des Projektes werden im September und Oktober Haushalte mit Kindern in Ronnenberg befragt. Start der Befragung ist der 14.09. Es werden Interviews mit älteren Menschen und Familien geführt und unter „#mobildabei“ werden Bürger*innen und Initiativen eingeladen, selbst Ideen vorzuschlagen und auszuprobieren.


Während der Europäischen Mobilitätswoche vom 16.09. bis zum 22.09.20 sind verschiedene Aktivitäten geplant. Weitere Infos unter www.social2mobility.de.